Überwachung
NetTools überwacht Ihre Domains und Server rund um die Uhr und meldet sich per E-Mail, sobald etwas nicht stimmt — ohne eigenen Monitoring-Server und ohne dass bei uns Zugangsdaten gespeichert werden. Diese Seite erklärt alles, was die Überwachung kann, und wie Sie sie einrichten.
Was ein Monitor ist
Ein Monitor ist eine Sache, die wir nach Zeitplan prüfen. NetTools kennt vier Arten:
- Erreichbarkeit (HTTP/HTTPS) — antwortet Ihre Website, und wie schnell?
- Port (TCP) — nimmt ein Dienst (SSH, Datenbank, Mailserver) Verbindungen an?
- TLS-Zertifikat — wie viele Tage bis zum Ablauf?
- Domain-Gesundheit — eine kombinierte Prüfung aus sieben Posture-Punkten (siehe unten).
Jeder Tarif enthält permanente Überwachung, auch Free. Die Tarife unterscheiden sich darin, wie viele Monitore Sie erhalten, wie oft wir prüfen und wie weit die Historie zurückreicht — nicht darin, ob es Überwachung gibt.
| Tarif | Monitore | Intervall | Historie |
|---|---|---|---|
| Free | 1 | 5 Min. | 30 Tage |
| Pro | 10 | 5 Min. | 90 Tage |
| AI Premium | 25 | 1 Min. | 365 Tage |
| MSP / MSP+ | 100 / 250 | 1 Min. | 365 Tage |
Einen Monitor anlegen
- Öffnen Sie den Bereich Monitor in der Web-App und wechseln Sie zum Tab CLOUD.
- Geben Sie eine Domain, einen Host oder eine URL ein und wählen Sie die Prüfart. NetTools erkennt eine sinnvolle Voreinstellung automatisch — bei einer reinen Domain ist das Domain-Gesundheit.
- Speichern. Wir führen die erste Prüfung sofort aus und senden Ihnen eine kurze Bestätigung „überwacht jetzt X" mit dem aktuellen Status, danach prüfen wir im Intervall Ihres Tarifs.
Mehr ist nicht nötig — für Erreichbarkeit, Port, TLS und Domain-Gesundheit installieren Sie nichts. Diese Prüfungen laufen aus unserer Cloud und betrachten Ihr Ziel von außen, genau wie ein Besucher oder ein Mailserver.
Domain-Gesundheit
Der Monitor Domain-Gesundheit fasst sieben Posture-Prüfungen zu einer Momentaufnahme (bestanden/Warnung/Fehler) zusammen:
- TLS-Zertifikat gültig und nicht kurz vor Ablauf
- HTTPS-Weiterleitung — einfaches HTTP leitet auf HTTPS um
- SPF — nur autorisierte Server dürfen Ihre Mail versenden
- DMARC — gefälschte Mail wird abgefangen, nicht zugestellt
- DNSSEC — Ihre DNS-Antworten sind manipulationsgeschützt
- MX — das Mail-Routing ist erreichbar
- Blacklist — Ihre Domain/IP steht auf keiner Mail-Sperrliste
Jede Zeile kommt mit einer verständlichen Einschätzung: was sie bedeutet und wie Sie sie beheben. Verschlechtert sich etwas — verschwindet z. B. Ihr SPF-Eintrag —, erhalten Sie eine E-Mail, die die konkrete Prüfung benennt, nicht einen kryptischen Fehler.
Alarme, auf die Sie sich verlassen können
Alarmqualität zählt mehr als Alarmmenge. Zwei Dinge verhindern Fehlalarme:
- Wir prüfen vor dem Alarm erneut. Eine einzelne fehlgeschlagene Prüfung löst nie eine E-Mail aus; das Problem muss echt und anhaltend sein.
- Sie können einen Befund quittieren. Ist Ihnen ein Problem bereits bekannt, quittieren Sie die betreffende Prüfung — sie fällt aus Urteil und Fleet-Ansicht heraus, bis sie sich ändert. So hört sie auf zu nerven, ohne etwas zu verbergen.
Alarme für Ausfall, Wiederherstellung und ablaufende Zertifikate gibt es in jedem Tarif.
Fleet-Health
Der Tab HEALTH ist Ihre zentrale Übersicht. Er bündelt jedes offene Problem über alle Monitore und Server hinweg in einer nach Schwere sortierten Liste — das Schlimmste zuerst, in Klartext — mit gesunden Punkten darunter. Ein Klick auf eine Zeile springt direkt zum Monitor und zeigt die vollständige Aufschlüsselung.
Öffentliche Statusseiten
Machen Sie aus einer Gruppe von Monitoren eine teilbare Statusseite — eine öffentliche URL, die Ihre Nutzer oder Kunden während einer Störung prüfen können. Statusseiten unterstützen Host-Gruppierung, Anzeige-Einstellungen und eine optionale 4-Zeichen-PIN, falls Sie es halb-privat halten möchten. In den MSP-Tarifen sind sie vollständig White-Label: Ihre Marke, Ihr Logo, Ihre eigene Domain, ohne ABR-Hinweis. Details im MSP-Leitfaden.
Server-Host-Metriken (Agenten)
Für CPU, Arbeitsspeicher, Festplatte und Temperatur innerhalb eines Servers installieren Sie den schlanken Metrik-Agenten (ab AI Premium). Er arbeitet ausschließlich ausgehend — der Agent sendet Metriken über HTTPS an uns, also keine eingehenden Ports zu öffnen und keine gespeicherten Zugangsdaten. Er läuft unter Linux, macOS und Windows.
Die Installation starten Sie im Tab HOSTS, der Ihnen einen Einzeiler mit eingebautem Token liefert. Unter Linux sieht er so aus:
curl -fsSL https://nth02.abr.cloud/cloud/agent/script -o abr-agent.sh \
&& sudo ABR_AGENT_TOKEN=<ihr-token> sh abr-agent.sh install
(macOS identisch mit ?os=macos; Windows erhält einen PowerShell-Einzeiler — der
Tab zeigt für jedes Betriebssystem den passenden Befehl.)
Sobald er meldet, erhalten Sie Schwellenwerte pro Host (Alarm nur bei anhaltender hoher Last, nie bei einem kurzen Ausschlag), tägliche Abdeckungsbalken und ein klickbares Update-Badge, wenn eine neuere Agent-Version erscheint.
Ihre Zugangsdaten bleiben Ihre
Alle Außenprüfungen (Erreichbarkeit, TLS, DNS, Ports, Domain-Gesundheit) benötigen keine Zugangsdaten — sie betrachten Ihr Ziel so, wie es das öffentliche Internet tut. Der Host-Agent sendet Metriken nach außen und nimmt keine Verbindung entgegen. Für die Überwachung speichern wir niemals SSH-Passwörter oder -Schlüssel. Das ist eine bewusste Design-Linie, keine Einschränkung, die wir entfernen wollen.
Nächste Schritte
- Ersten Monitor anlegen — kostenlos, ohne Karte.
- Überwachung für Kunden? Siehe den MSP-Leitfaden.
- Automatisierung mit einem Agenten? Siehe MCP & Agenten.